Jahres-Archiv 2018

Monday Monday

Wachtposten der Werft ASTIVIK - sitzen unterm Wellblechdach

Wachtposten der Werft ASTIVIK - sitzen unterm Wellblechdach

Die Sonne schiebt sich über den kleinen Bergrücken hinter der Werft. Taucht auf aus ihrer Versenkung auf der anderen Seite der Welt. Dunst hüllt die Bäume ein, macht sie grau, schemenhaft, verwischt ihre Konturen und löst sich nur allzu schnell in der mit ihr aufsteigenden Wärme auf.

Morgennebel

Morgennebel

Vielfältige Vogelstimmen begrüssen den neuen Tag, die Werft schläft noch; die Ruhe des Sonntags setzt sich noch für kurze Zeit fort. Ein letztes durchatmen, bevor der Arbeitsalltag beginnt. Bevor die Schleifmaschinen, Rostklopfer, Kräne und Stimmen der Arbeiter den Tag beherrschen und die Vogelstimmen übertönen. Bevor das durchdringende Sirenensignal den Beginn der Arbeit ankündigt und immer mehr behelmte Männer ihren jeweiligen Arbeitsplätzen zustreben.

Freier Blick aufs Wasser - naja, fast

Freier Blick aufs Wasser - naja, fast

An dem kleinen Kanal, der sich von der Bucht ins Land schiebt, sitzt der kleinere der beiden Iguanas und geniesst die Sonne. Auf der Nachbarwerft landen weisse Kraniche auf einem Dach. Ob der Wachmann von Astivik (die Nachbarwerft) auf seinem erhöhten Ausguck unter dem Blechdach wohl schon abgelöst ist?  Schläft er dort? Wie hält Mann es den ganzen Tag dort oben aus, wenn die Sonne gnadenlos aufs Blech brennt?

Eines der Trockendocks ist wieder leer und wir haben Blick aufs Wasser. Schnelle Motorboote zerschneiden die glatte Wasserfläche wie ein scharfes Messer die Torte teilt. Wenig später liegt alles wieder still, unberührt, als wäre nie was gewesen. Die Rostklopfer hämmern ihr mehrstimmiges, unmelodisches Lied in den Morgen: ein helles, kontinuierliches Ping-Ping, unterbrochen vom aus dem Takt geratenen “Wumm-Wumm” der schweren Geräte. Montagmorgen auf der Werft.

Während wir hier hoch und trocken auf unserem Schiff sitzen, Polster waschen, Schränke und Schapps auswischen, Edelstahl vom Flugrost befreien, Dieselkanister auf ihren Einsatz vorbereiten, Winschen warten und Fragen nach unseren Plänen beantworten, bereiten sich andere entweder in Panama auf Teil 2 ihres ganz persönlichen Abenteuers vor und warten auf ihre Kanaldurchfahrt oder sie sind schon im Pazifik angekommen. Oder machen sich von irgendeiner Karibikinsel aus auf den Weg nach Panama. Oder sitzen in Deutschland wie auf heissen Kohlen, arbeiten ihre diversen (Arzt)Termine ab und gucken täglich in den Kalender, wann sie denn wohl ihren Flug zum Boot buchen könnten. Oder warten auf passenden Wind, um sich in der Kette der Karibikinseln weiter nordwärts arbeiten zu können. Es gibt so viele “Oder”, denn vielschichtig ist unsere kleine Seglerwelt.

Auch der Iguana geniesst die Morgensonne auf seinem Platz am Wassergraben

Auch der Iguana geniesst die Morgensonne auf seinem Platz am Wassergraben

Es winscht nicht mehr so richtig

Nach einem Jahr an Land rumstehen und ordentlich im Staub baden sind wir der Meinung, dass unsere Wünschen mal wieder gewartet werden müssen. Zuerst sind die Schot- und Fallwinschen dran: wir haben insgesamt 6 Witschen für diese Arbeiten an Bord montiert, das dauert dann schon etwas, bis die alle auseinander gebaut, gereinigt, gefettet und wieder zusammen gebastelt sind. Zum Glück geht uns Dayro hier zur Hand. Und bei der Gelegenheit finden wir dann auch heraus, wann unsere Winschen produziert wurden. Das steht nämlich gut versteckt auf der Sockelplatte und die erreicht man nur, wenn die Winsch auseinander gebaut wird.

Inspiriert von den Nachbarn - einer baut eine neue Ankerwinsch auf, ein anderer flucht über seine muckende Ankerwinsch - werfen wir auch einen Blick auf unsere, in 2015 auf Martinique ja neu angeschaffte Ankerwinsch vom Typ Lofrans X 3. Die Fernbedienung wird eingesteckt, erwartungsvoll drückt der Skipper auf die Knöppe und erntet ein beleidigtes, hässlich knarrendes Geräusch von der Ankerwinsch, verbunden mit umgehendem Einstellen der Aktion. Oh-oh, das hört sich gar nicht gut an, ich verfluche schonmal prophylaktisch den Gott der Ankerwinschen während sich die Männer ans Auseinanderbauen der Wunsch machen. Das stellt sich als gar nicht so einfach raus, Anleitung haben wir irgendwie auch keine (mehr) und so wird erstmal ein Baustopp verhängt zwecks Internetrecherche.

Dieses sonst so hilfreiche und mit jeder Menge Videos und Informationen aufwartende Medium ist in diesem speziellen Fall nicht so wirklich ergiebig, liefert aber immerhin eine Montageanleitung auf der Seite von Lofrans. Die wird dann ausgedruckt und studiert. Dann geht anderntags die Aktion Wiederbelebung weiter.

Zwischenzeitlich hat sich die Bordfrau dran erinnert, das ihr ja bei den letzten Aufräumaktionen das Ersatzteilkit von Lofrans in die Finger gefallen war. Wo war das jetzt gleich nochmal? Unsere penibel nicht geführten Stauraumpläne geben leider keinerlei Auskunft über den Verbleib. Also nur bleibt ein tiefes in-sich-gehen und durchforsten der in Frage kommenden, einfach zu erreichenden Staufächer.

Die ersten Fächer sind schon mal ergebnislos, das noch tiefere in-sich-gehen bringt dann den Geistesblitz und fördert das Kit zutage. Triumphierend wird es dem mehr als überraschten Skipper unter die Nase gehalten: “das wir sowas haben??!!!” Joh, man gut, dass Frau umgehend auf dem Erwerb dieses Kits bestanden hatte - nach den Erfahrungen mit der alten Winsch war ihr das eine Herzensangelegenheit.

Dayro pult nun also diverse Dreckklumpen aus unserem Ankerhelferlein, säubert, fettet und tauscht einige Teile aus. Das Kit lebe hoch und muss jetzt wieder ergänzt werden. Dann steigt die Spannung: es folgt der Probelauf!! Ratter-ratter - sauber klötert unsere Lofrans vor sich hin, hoch, runter - ganz nach Wunsch.

Unsere Lofrans X 3 Ankerwinsch - ein Bild aus dem Archiv, da wurde sie gerade eingebaut

Unsere Lofrans X 3 Ankerwinsch - ein Bild aus dem Archiv, da wurde sie gerade eingebaut

Puh, die Schweisstropfen werden von der Stirn gewischt, Anspannung und sorgenvolle Mienen weichen der Erleichterung. Und wieder ist ein Punkt auf der imaginären Arbeitsliste abgehakt.

Eine von insgesamt 6 Winschen im Plichtbereich.

Eine von insgesamt 6 Winschen im Plichtbereich.

Besondere Begegnungen: Chile trifft Deutschland in Kolumbien

Es sind die kleinen Begebenheiten, die unser Leben prägen; die im Gedächtnis haften bleiben. Die stillen Begegnungen, ganz unspektakulär und doch fest verankert. So wie die Begegnung mit Roberto, einem Chilenen mit Schweizer Wurzeln. Er spricht uns an, auf englisch, im vorbeigehen - er auf dem Weg ins Büro der Werft, wir auf dem Weg zur Dusche.

Von welchem Boot wir seien und woher wir kommen. Beim Stichwort Deutschland wechselt er vom Englischen ins Deutsche (mit leichter Klangfärbung, die die Schweizer Prägung ahnen lässt). Sein Vater sei Schweizer, er ist auf die deutsche Schule gegangen und schreibt den Verwandten in der Schweiz gerne Emails - auf deutsch. Überhaupt gäbe es in Chile viele deutschsprachige und Orte, die das Deutsche pflegen.

„Schade, dass wir uns erst jetzt kennenlernen“ - er ist schon auf dem Sprung, das Boot liegt schon in der Kranbox im Wasser. Sie warten noch auf einen Mitsegler, dann geht es für einige Tage zum Ankerplatz vorm Club Nautico. Verproviantieren und dann mit passendem Wetter in die San Blas, nach Panama, durch den Kanal auf die andere Seite. Nach Chile soll das Boot gebracht werden, nach Val Paraiso. Der Name ist auch auf seinem T-Shirt eingestickt.

Schnell wechseln Visitenkarten die Besitzer, man will in Kontakt bleiben. Chile, das war ja auch des Skippers Traum, auf eigenem Kiel mal dorthin zu segeln.  Und so hallt dieser Ort, diese kurze Begegnung in uns nach. Wie sagte Roberto doch so treffend: „Eine ungewöhnliche Begegnung an einem ungewöhnlichen Ort - das vergisst man nicht so schnell und der Kontakt sollte gepflegt werden“. An uns soll es nicht liegen, sind wir doch begierig darauf, mehr von Chile, von seinem Leben dort und von seinem Leben als professioneller Skipper zu hören/lesen.


Werften in Cartagena de Indias - Versuch einer Übersicht

Ausblick auf die Nachbarwerft, die sich allerdings nur Berufsschiffen widmet

Ausblick auf die Nachbarwerft, die sich allerdings nur Berufsschiffen widmet

Werften sind ja immer ein spannendes Thema für Langfahrtsegler. Wo kann man gut und einigermassen bezahlbar raus, ist der Kran zuverlässig, wie steht man, welche Arbeiten kann man ausführen lassen, darf auf dem Schiff gewohnt werden, wo sind die nächsten Einkaufsmöglichkeiten etc. etc. . Für uns war die Suche nach der passenden Werft auch in Kolumbien, bzw. in Cartagena de Indias (wieder einmal) ein Thema. Und daher wollen wir unsere Erfahrungen und Informationen (die sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können) hier teilen:

Soweit uns bekannt, hat man in Cartagena de Indias auf 3 Werften die Möglichkeit, sein Schiff zu überholen bzw. Arbeiten auszuführen. Allen ist gemeinsam, das sie ausserhalb des Stadtzentrums liegen.

Wir starten mit unserem persönlichen Favoriten, wo naja auch ohne uns viel Zeit verbracht hat:

1. FERROALQUMAR SA

http://www.ferroalquimar.com

Albornóz Vía Mamonal Km 3

Pbx: +57 5-6934041

Cartagena de Indias - Colombia

Kontakte:

Jesus Couso (Manager)

+57 3205653293

jcouso@ferroalquimar.com

Luis carrasquilla (Assistent Management)

+57 3205653277

lcarrasquilla@ferroalquimar.com

www.ferroalquimar.com (evtl. aktuell nicht erreichbar)

Die Werft verfügt über eine Innovation im Bereich der Travellifte, der Schiffe bis zu 300 Tonnen und von einer Breite bis zu 12 Metern aus dem Wasser heben kann.

Mit dem kleineren 40 Tonnen Travel-Lift werden die grössenmässig passenden Schiffe auf dem Gelände bewegt und z.b. in den Bereich für Langzeitaufenthalte gebracht. Für Spezialarbeiten, wie Riggkontrolle oder - wie bei uns - Motor aus dem Schiff heben, stehen kleinere Fahrzeuge mit Kranequipment zur Verfügung.

Grosser Travellift und kleinerer Autokran

Grosser Travellift und kleinerer Autokran

Der "Kleine" hat unseren Motor am Haken

Der

Auf dem weitläufigen Werftgelände werden neben Arbeitsschiffen verschiedener Kategorien auch viele Segel- und Motorboote überarbeitet. Seit Manager Jesus Couso hier das Sagen hat, ist dieser Bereich wieder aktiviert und deutlich ausgebaut worden. Die jeweiligen Gewerke können bei der Werftleitung angefragt werden oder man holt sich selbst Arbeiter ran bzw. legt selbst Hand an. Alles ist möglich. Vorteil wenn man Arbeiten über die Werft ausführen lässt: wenn etwas nicht so klappt oder die Ausführung zu wünschen übrig lässt, wird die Werftleitung tätig.

Die gute Seele des Platzes, SenorJose, ist Ansprechpartner für Wasser, Strom oder was man sonst so benötigt und ist morgens der Erste und am Abend der Letzte auf dem Gelände.

Jorge, der Kranführer manövriert den grossen Kran mit seiner Fernbedienung feinfühlig zwischen den Schiffen herum und achtet sorgfältig darauf, dass die Gurte von seinem Team richtig platziert und die Stützen korrekt positioniert werden.

Da die wasserseitige Zufahrt zur Werft nicht sehr gut ausgetonnt ist, bietet Ferroalquimar einen Begleitservice an: das werfteigene Motorboot (ein sog.Lancha) kommt raus und dirigiert die Yachten zum Kran.

An Land werden die Schiffe auf stabile Böcke gestellt und bei längeren Aufenthalten mit einem schwarzen Netz (Polisombra) gegen die starke Sonneneinstrahlung geschützt.

Das Werftgelände ist rund um die Uhr bewacht, wir fühlen uns sehr sicher und behütet und haben unser Schiff auch nach über einem Jahr alleine hier stehend noch vollständig vorgefunden.

Auf der Werft gibt es eine kleine Kantine, in der man unter der Woche mittags preiswert essen kann. Direkt neben der Werft bzw. nur wenige Hundert Meter fussläufig gibt es 3 Tankstellen, die alle mit einem Geldautomaten bestückt sind. Mit unserer Visa-Card konnten wir hier pro Tag 2x direkt hintereinander 600.000 COP abheben.

Geht man auf die andere Strassenseite, kann man  die Busse mit der Aufschrift „Caracoles“ oder „Pasacaballo“ stoppen, um ins Zentrum oder zum einkaufen zu fahren. Eine Fahrt kostet pro Person 2.000 Peseten, egal wie weit man mit fährt. Taxis oder Motos (Motorradtaxis) sind entlang der Strecke auch immer auf der Suche nach Fahrgästen und bieten ihre Dienste an. Mit dem Caracoles Bus kann man relativ schnell die Supermärkte ARA und OLIMPICA im Ortsteil Campestre erreichen, ohne den langen Weg nach Pie de la Popa, Manga etc. in Kauf nehmen zu müssen. Laut Routenplaner Google könnten wir die ca. 2,4 km zu Fuss in einer guten halben Stunde bewältigen. Wir sehen das nicht so optimistisch und bevorzugen den Bus. Da dieser auf Zuruf direkt an der Wunschhaltestelle stoppt, fällt man direkt vom Bus in den Supermarkt. Das gilt dann auch für den Rückweg.

Ca. 300 Meter von der Werftzufahrt in Richtung Stadt gibt es die fischverarbeitende Firma ASTILLANA, die einen Werksverkauf direkt an der Strasse anbietet. Hier kann man gefrorenen Fisch kaufen: Lachsfilet, geräucherter Lachs, Filet vom  Roballo (ein sehr fester, grätenfreier Fisch), ganze Fische oder Camarones. Sehr praktisch, da wir dann kein Fleisch oder frischen Fisch stundenlang durch die Hitze transportieren müssen und man kann „mal eben“ hingehen.

Ca. 1,5 km von der Werft in Richtung Stadtmitte findet man eine Niederlassung der Firma HEMPEL. Hier kann man gegen Vorlage seiner Einklarierungspapiere Farben, Antifouling, Pinsel etc. steuerfrei einkaufen. Geliefert wird bei grösseren Mengen direkt aufs Werftgelände.

Durch unseren langen Aufenthalt hier gehören wir schon fast zur „Familie“. Alle nehmen Anteil an unserem Leben, fragen wie es uns geht, helfen und unterstützen uns wie nur irgend möglich.

Die Preise sind fair, man sollte aber ruhig auch verhandeln und nicht den ersten Preis akzeptieren.

Es gibt freies WLAN im klimatisierten Aufenthaltsraum. Die hier ebenfalls vorhandene Dusche für die Kunden ist etwas basic aber funktionell. Einen Wäscheservice gibt es leider nicht, man kann aber die Damen in der Rezeption diesbezüglich ansprechen oder nimmt die Wäsche mit in die Stadt zur Wäscherei (z.B. Carulla Supermarkt in Manga oder Waschmaschinen im Club Nautico, Manga).

Durch die Nachbarwerft und die dort ausgeführten Arbeiten (insbesondere Sandstrahlen in der Nacht) kommt es bei passendem Wind zu starker Staubbelästigung und die Geräuschkulisse ist ebenfalls entsprechend. Einige Bootseigner wandern daher zum Schlafen in nahe gelegene, preiswerte Hotels aus.

Insgesamt sind wir hier sehr zufrieden und in Anbetracht unserer besonderen Situation sehr froh, hier „gelandet“ zu sein.

2. Todomar

Km.3 Vía Mamonal No. 5-57

Tel: +57 5 668 7219

Cel: +57 310 4124251

Fax: +57 5 668 7221

http://www.todomar.com/marina-albornoz

Todomar betreibt in Cartagena Stadt sowohl ein Ladengeschäft für Bootszubehör (in Manga) als auch eine Marina. Diese wird allerdings in erster Linie von Motorbooten genutzt, die in Regelsystemen an Land geparkt werden. Die Werft liegt ca. 20 Minuten (je nach Verkehrslage) mit dem Taxi von der Stadt entfernt. Hier steht ein 50 Tonnen Travellift zur Verfügung, der Boote mit einer Breite von bis 6,70 meter (22 Feet) und einem Tiefgang von 3,65 (12 Feet) bewegen kann. Es gibt einige Liegeplätze im Wasser und natürlich an Land. Wir kennen Todomar nur von gelegentlichen Einkäufen im Werftshop. Einige Mitarbeiter im Büro sprechen englisch und sind sehr hilfsbereit und engagiert.

3.Manzanillo Marina Club

Bosque, Calle Malaga # 53-76 , Colombia

Tel:(+57) 313 537 8723 (english) - (+57) 311 4299 436 (español) Fax:(+575) 668 4070

http://www.manzanillomarinaclub.com/

Ansprechpartner:

Manzanillo verfügt über einige Liegeplätze im Wasser und einen Kran, der uns für unseren Tiefgang (2,50 m) in Kombination mit unserer Gesamtgrösse als nicht geeignet erschien. Die Werft liegt in Bosque. Gut erreichbar mit dem Bus „Bosque“ oder per Taxi. Vorteil: in der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Geschäfte für Schrauben, Werkzeug etc.. Internet  (das allerdings auch schonmal für längere Zeit ausfallen kann); ein kleines Appartment das man mieten kann, Wäscheservice vervollständigen das Angebot. Werftinhaber und die Angestellten sind alle sehr nett und hilfsbereit. Wir selbst waren hier allerdings nicht, hatten nur nach einem Angebot gefragt.

Elke & Werner

SV naja

www.sy-naja.de


Shoppingqueen und -king

Shopping während wir auf der Werft leben - das ist anstrengend und mit langen Busfahrten verbunden. Geizig wie wir sind, nutzen wir halt auch keine (schnelleren) Taxis und schonen unser Budget dadurch, dass wir für den Bus selbst mit 2 Personen und Hin- und Rückfahrt nur einen Bruchteil vom Taxifahrpreis bezahlen. Ausserdem macht uns Busfahren auch Spass, „kostet“ aber eben auch Zeit.

Unser Einkaufserlebnis beschränkt sich in der Regel auf ein, maximal zwei Supermärkte, die möglichst günstig zu Bushaltestellen liegen, damit sich die Rückfahrt tragetechnisch nicht zum Extrem-Fitnesstraining ausweitet.

Für die Fahrt in die Stadt nutzen wir - je nachdem, wer zuerst vorbei kommt - den Bus „Caracoles“ oder „Pasacaballo“ (wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt). Pasacaballo passiert relativ schnell zwei Olympica Supermärkte, was schon mal vorteilhaft ist. zu späterer Stunde gibt es dann hier allerdings ein Rückfahrproblem, dessen Lösung sich uns bislang noch nicht erschlossen hat. Jedenfalls kommt dann merkwürdigerweise kein Bus mehr an den Supermärkten vorbei.

Typischer Bus in Cartagena

Typischer Bus in Cartagena

Wie wir bereits 2016 entdeckt haben, passiert Caracoles einen ARA Supermarkt. Und in dem gehen kaufen wir bevorzugt ein. Vor allem, weil sich hier mein (de facto nicht mehr vorhandener) Weinvorrat zu moderaten Preisen mit Weinen aus Portugal!!! aufstocken lässt. Für den Skipper sind die gebratenen Hähnchen interessanter - so findet hier also jeder was.

Zweiter Vorteil dieses Supermarktes: er liegt nur wenige Meter von einem Olimpica-Markt entfernt und nur knapp 2 Kilometer von unserer Werft. D.h. selbst mit dem Bus sind wir relativ schnell dort und auch wieder zurück.

Diesen Heimvorteil haben wir jetzt 2x genutzt und sind begeistert. Raus aus dem Bus direkt vorm Supermarkt, die Karre vollpacken mit alle lebenswichtigen Dingen (Wein, gebratene Hähnchen, Kartoffeln, Wasser, alkoholfreien Getränken, Obst etc.), mit den schweren Rucksäcken auf dem Rücken an die Strasse stellen und auf den Bus warten.

Jetzt gilt es, den hartnäckigen Offerten der Taxistas zu widerstehen und auf einen schnell ankommenden, nicht allzu vollen Bus zu hoffen. Nicht allzu voll deshalb, weil wir mit Gepäck erhebliche Probleme mit unserer Standhaftigkeit im Bus haben, da diese ja nur Voll kennen - Voll-Gas und Voll-Bremsung. Dabei noch Taschen, Rucksäcke zwischen den Beinen zu balancieren, das eigene Gleichgewicht zu halten, um nicht wie eine Kanonenkugel durch den Gang geschleudert zu werden - für mich mit 2 gesunden Händen gerade noch machbar, für den Skipper mit nur einer Hand schon eine etwas grössere Herausforderung.

Zum Glück ist der Mitleids- und Hilfsbereitschaftsfaktor hierzulande sehr gross. Oder ist es die Angst, mich auf dem Schoss sitzen zu haben, falls ich die Balance nicht halten kann??? So bekommen wir auch für die wenigen Meter Fahrt relativ schnell einen Sitzplatz offeriert auf den wir uns erleichtert plumpsen lassen. Sitzen ist insofern auch günstig, weil wir dann rechtzeitig unsere „Haltestelle“ erkennen und auf Höhe der zweiten Terpel-Tankstelle lautstark, klar und deutlich, unser „Parada“ in die Runde brüllen können. Quik-Quik - Vollbremsung, der Kassierer springt raus, nimmt Taschen an, schnauft bewundernd-überrascht angesichts des Gewichtes einer Tragetüte, reicht mir galant die Hand und schon donnert das Gefährt weiter. Uns im Staub der Strasse zurück lassend. Wir schultern unsere Einkäufe und traben im Schatten der Mauer die Zufahrt zur Werft hinunter. Freundliches Hola vom Torwächter der uns auch gleich unsere blauen Sicherheitshelme wieder überreicht. Nicht, dass uns auf den letzten Metern noch was auf den Kopf fällt.

Dann noch alles via Seilzug an Bord hieven, auspacken, verstauen - und fix und platt erstmal auf die Plichtpolster fallen.

So wird Einkaufen zum Fitnesstraining und ist nicht minder schweisstreibend wie Stauräume zu durchwühlen.

Shoppingqueen and -king

Shopping während wir auf der Werft leben - das ist anstrengend und mit langen Busfahrten verbunden. Geizig wie wir sind, nutzen wir halt auch keine (schnelleren) Taxis und schonen unser Budget dadurch, dass wir für den Bus selbst mit 2 Personen und Hin- und Rückfahrt nur einen Bruchteil vom Taxifahrpreis bezahlen. Ausserdem macht es irgendwie auch Spass, „kostet“ aber eben auch Zeit.

Und unser Einkaufserlebnis beschränkt sich in der Regel auf ein, maximal zwei Supermärkte, die möglichst günstig zu Bushaltestellen liegen, damit sich die Rückfahrt fragetechnisch nicht zum Fitnesstraining ausweitet.

Für die Fahrt in die Stadt nutzen wir - je nachdem, wer zuerst vorbei kommt - den Bus „Caracoles“ oder „Pasacaballo“ (wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt). Pasacaballo fährt direkt an einem Olympica Supermarkt vorbei, was schon mal vorteilhaft ist.

Wie wir bereits 2016 entdeckt haben, passiert Caracoles einen ARA Supermarkt. Und in dem gehen kaufen wir bevorzugt ein. Vor allem, weil sich hier mein (de facto nicht mehr vorhandener) Weinvorrat zu moderaten Preisen mit Weinen aus Portugal!!! aufstocken lässt. Für den Skipper sind die gebratenen Hähnchen interessanter - so findet hier also jeder was.

Zweiter Vorteil dieses Supermarktes: er liegt nur wenige Meter von einem Olimpica-Markt entfernt und nur knapp 2 Kilometer von unserer Werft. D.h. selbst mit dem Bus sind wir relativ schnell dort und auch wieder zurück.

Diesen Heimvorteil haben wir jetzt 2x genutzt und sind begeistert. Raus aus dem Bus direkt vorm Supermarkt, die Karre vollpacken mit alle lebenswichtigen Dingen (Wein, gebratene Hähnchen, Kartoffeln, Wasser, alkoholfreien Getränken, Obst etc.), mit den schweren Rucksäcken auf dem Rücken an die Strasse stellen und auf den Bus warten.

Jetzt gilt es, den hartnäckigen Offerten der Taxistas zu widerstehen und auf einen schnell ankommenden, nicht allzu vollen Bus zu hoffen. Nicht allzu voll deshalb, weil wir mit Gepäck erhebliche Probleme mit unserer Standhaftigkeit im Bus haben, da diese ja nur Voll kennen - Voll-Gas und Voll-Bremsung. Dabei noch Taschen, Rucksäcke zwischen den Beinen zu balancieren, das eigene Gleichgewicht zu halten, um nicht wie eine Kanonenkugel durch den Gang geschleudert zu werden - für mich mit 2 gesunden Händen gerade noch machbar, für den Skipper mit nur einer Hand schon eine etwas grössere Herausforderung.

Zum Glück ist der Mitleids- und Hilfsbereitschaftsfaktor hierzulande sehr gross. Oder ist es die Angst, mich auf dem Schoss sitzen zu haben, falls ich die Balance nicht halten kann??? So bekommen wir auch für die wenigen Meter Fahrt relativ schnell einen Sitzplatz offeriert auf den wir uns erleichtert plumpsen lassen. Sitzen ist insofern auch günstig, weil wir dann rechtzeitig unsere „Haltestelle“ erkennen und auf Höhe der zweiten Terpel-Tankstelle lautstark, klar und deutlich, unser „Parada“ in die Runde brüllen können. Quik-Quik - Vollbremsung, der Kassierer springt raus, nimmt Taschen an, schnauft bewundernd-überrascht angesichts des Gewichtes einer Tragetüte, reicht mir galant die Hand und schon donnert das Gefährt weiter. Uns im Staub der Strasse zurück lassend. Wir schultern unsere Einkäufe und traben im Schatten der Mauer die Zufahrt zur Werft hinunter. Freundliches Hola vom Torwächter der uns auch gleich unsere blauen Sicherheitshelme wieder überreicht. Nicht, dass uns auf den letzten Metern noch was auf den Kopf fällt.

Dann noch alles via Seilzug an Bord hieven, auspacken, verstauen - und fix und platt erstmal auf die Plichtpolster fallen.

So wird Einkaufen zum Fitnesstraining und ist nicht minder schweisstreibend wie Stauräume zu durchwühlen.

Shoppingqueen and -king

Shopping während wir auf der Werft leben - das ist anstrengend und mit langen Busfahrten verbunden. Geizig wie wir sind, nutzen wir halt auch keine (schnelleren) Taxis und schonen unser Budget dadurch, dass wir für den Bus selbst mit 2 Personen und Hin- und Rückfahrt nur einen Bruchteil vom Taxifahrpreis bezahlen. Ausserdem macht es irgendwie auch Spass, „kostet“ aber eben auch Zeit.

Und unser Einkaufserlebnis beschränkt sich in der Regel auf ein, maximal zwei Supermärkte, die möglichst günstig zu Bushaltestellen liegen, damit sich die Rückfahrt fragetechnisch nicht zum Fitnesstraining ausweitet.

Für die Fahrt in die Stadt nutzen wir - je nachdem, wer zuerst vorbei kommt - den Bus „Caracoles“ oder „Pasacaballo“ (wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt). Pasacaballo fährt direkt an einem Olympica Supermarkt vorbei, was schon mal vorteilhaft ist.

Wie wir bereits 2016 entdeckt haben, passiert Caracoles einen ARA Supermarkt. Und in dem gehen kaufen wir bevorzugt ein. Vor allem, weil sich hier mein (de facto nicht mehr vorhandener) Weinvorrat zu moderaten Preisen mit Weinen aus Portugal!!! aufstocken lässt. Für den Skipper sind die gebratenen Hähnchen interessanter - so findet hier also jeder was.

Zweiter Vorteil dieses Supermarktes: er liegt nur wenige Meter von einem Olimpica-Markt entfernt und nur knapp 2 Kilometer von unserer Werft. D.h. selbst mit dem Bus sind wir relativ schnell dort und auch wieder zurück.

Diesen Heimvorteil haben wir jetzt 2x genutzt und sind begeistert. Raus aus dem Bus direkt vorm Supermarkt, die Karre vollpacken mit alle lebenswichtigen Dingen (Wein, gebratene Hähnchen, Kartoffeln, Wasser, alkoholfreien Getränken, Obst etc.), mit den schweren Rucksäcken auf dem Rücken an die Strasse stellen und auf den Bus warten.

Jetzt gilt es, den hartnäckigen Offerten der Taxistas zu widerstehen und auf einen schnell ankommenden, nicht allzu vollen Bus zu hoffen. Nicht allzu voll deshalb, weil wir mit Gepäck erhebliche Probleme mit unserer Standhaftigkeit im Bus haben, da diese ja nur Voll kennen - Voll-Gas und Voll-Bremsung. Dabei noch Taschen, Rucksäcke zwischen den Beinen zu balancieren, das eigene Gleichgewicht zu halten, um nicht wie eine Kanonenkugel durch den Gang geschleudert zu werden - für mich mit 2 gesunden Händen gerade noch machbar, für den Skipper mit nur einer Hand schon eine etwas grössere Herausforderung.

Zum Glück ist der Mitleids- und Hilfsbereitschaftsfaktor hierzulande sehr gross. Oder ist es die Angst, mich auf dem Schoss sitzen zu haben, falls ich die Balance nicht halten kann??? So bekommen wir auch für die wenigen Meter Fahrt relativ schnell einen Sitzplatz offeriert auf den wir uns erleichtert plumpsen lassen. Sitzen ist insofern auch günstig, weil wir dann rechtzeitig unsere „Haltestelle“ erkennen und auf Höhe der zweiten Terpel-Tankstelle lautstark, klar und deutlich, unser „Parada“ in die Runde brüllen können. Quik-Quik - Vollbremsung, der Kassierer springt raus, nimmt Taschen an, schnauft bewundernd-überrascht angesichts des Gewichtes einer Tragetüte, reicht mir galant die Hand und schon donnert das Gefährt weiter. Uns im Staub der Strasse zurück lassend. Wir schultern unsere Einkäufe und traben im Schatten der Mauer die Zufahrt zur Werft hinunter. Freundliches Hola vom Torwächter der uns auch gleich unsere blauen Sicherheitshelme wieder überreicht. Nicht, dass uns auf den letzten Metern noch was auf den Kopf fällt.

Dann noch alles via Seilzug an Bord hieven, auspacken, verstauen - und fix und platt erstmal auf die Plichtpolster fallen.

So wird Einkaufen zum Fitnesstraining und ist nicht minder schweisstreibend wie Stauräume zu durchwühlen.

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